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Historie


1. Johannes Rademacher

1907

Johannes Rademacher wurde am 8. September 1907 in Olpe geboren und erhielt bei dem Olper Malermeister Johann Schmidt eine Ausbildung zum Maler. Anschließend absolvierte Johannes Rademacher an der Lippischen Malerschule in Lemgo 5 Semester in Dekorationsmalerei, Raumgestaltung, Schrift- und Plakatgestaltung. Während der Semesterzeit assistierte Johannes Rademacher auf Empfehlung der Schule Prof. Buschmeier bei der Ausmalung einer Kirche in Schkeuditz in der Nähe von Leipzig.

1930

Im März 1930 legte Johannes Rademacher die Meisterprüfung vor dem Prüfungsausschuss der damaligen Handwerkskammer für den Freistaat Lippe ab.

ab 1931

1931/32 gründete Johannes Rademacher einen eigenen Malerbetrieb in der Kampstraße in Olpe. 1934 heiratete er Josefine Hengstebeck. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor. In all den Jahren seiner Selbständigkeit hatte Johannes Rademacher neben seiner profanen Arbeit auch Kirchen und Kapellen in und um Olpe ausgestaltet. Sein Werk umfasst zahlreicher Mosaiken, Sgrafitti sowie figurale Secco-Wandgemälde wie auch zahlreiche Bild-Gemälde und Entwurfszeichnungen, von welchen heute noch viele Arbeiten erhalten sind. In Vereinen und Verbänden setzte sich Johannes Rademacher ehrenamtlich ein, u.a. war er Obermeister der Malerinnung, Mitglied und Vorsitzender im Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Arnsberg, Mitglied des Parlamentes der Stadt Olpe sowie Mitglied des Sparkassenrates.

1971/1972

Mit dem Jahreswechsel 1971/1972 übergab Johannes Rademacher den Malerbetrieb an seinen ältesten Sohn Hans-Werner Rademacher. Im Juni 1990 verstarb Johannes Rademacher.


2. Hans Werner Rademacher

1941

Hans-Werner Rademacher wurde am 26. Juli 1941 als ältester Sohn von Johannes und Josefine Rademacher in Olpe geboren.

ab 1956

Nach dem Besucher der Volksschule stieg H.-W. Rademacher am 1. April 1956 in den elterlichen Betrieb als Malerlehrling ein.

Ab dem 1. April 1958 setzte er die Ausbildung bei dem Kirchenmaler Konrad Schmer im bayerischen Eichstätt fort und legte die Kirchenmaler-Gesellenprüfung im Sommer 1959 ab. Im Winterhalbjahr 1960/1961 besuchte er die Malerfachschule Lemgo. Zwischenzeitlich arbeitete er als Geselle in Eichstätt und Olpe.

Vom 1. Oktober 1965 bis September 1968 absolvierte Hans-Werner Rademacher zunächst ein Praktikum am Landesdenkmalamt in Münster. Gleichzeitig erhielt er eine Ausbildung zum Restaurator in den Werkstätten des Landesdenkmalamtes in Münster.

Am 19. Dezember 1968 legte Hans-Werner Rademacher die Meisterprüfung im Kirchenmalerhandwerk vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Arnsberg ab.

ab 1969

Am 16. Juli 1969 heiratete H.-W. Rademacher Frau Luise Zeppenfeld aus Olpe. Au dieser Ehe gehen 3 Kinder hervor.

Auf Empfehlung des Landesdenkmalamtes Münster arbeitete Hans-Werner Rademacher vom 2. Januar 1969 bis 30. April 1971 bei der Firma Dornhege in Münster.

ab 1971

Nach der Rückkehr ins heimatliche Olpe war H.-W. Rademacher bis Ende des Jahres 1971 im elterlichen Betrieb beschäftigt und übernahm am 2. Januar 1972 den Betrieb seines Vaters.

Hans-Werner Rademacher baute den Betrieb zu einer überregional anerkannten, denkmalpflegerischen Fachfirma für den Bereich der Kirchenmalerei und Restaurierung aus.

Zahlreiche Kirchen, vorwiegend im Südwestfälischen Raum tragen seine Handschrift, wie z.B.
  • die Neugotische Sankt "Martinus" Pfarrkirche in Olpe 1973 und 1994
  • die Neugotische Ev. Lutherkirche in Dortmund Asseln 1980/1981
  • die mittelalterliche, romanische und gotische Christuskirche in Plettenberg 1987/1988
  • die neuromanische Kath. Sankt "Antonius-Einsiedler" Pfarrkirche in Finnentrop-Heggen 1990/1991
  • die neugotische Kath. Sankt "Anna" Kirche in Finnentrop-Lenhausen
  • der profane Bildersaal im Schloß Wittgenstein bei Bad Laasphe.

2000/2001

Mit dem Jahreswechsel 2000/2001 übergab Hans-Werner Rademacher das Geschäft an seinen langjährigen Mitarbeiter Rolf Frank Römhild und blieb dem Betrieb bis zu seinem Tod im Jahr 2008 als freier Mitarbeiter und Berater erhalten.


2. Rolf Frank Römhild

1966

Am 17. Juni 1966 wurde Rolf Frank Römhild in Olpe geboren.

ab 1983

1983 trat Rolf Frank Römhild in die Lehre bei Hans-Werner Rademacher ein. Der leider zu früh verstorbene Lehrmeister Horst Blum an der Handwerkskammer Arnsberg legte Römhild nach erfolgreicher Ausbildung, 1. Preisträger an Kammer- und Landesinnungsmeisterschaften, die Meisterprüfung nahe.

Daraufhin begann für Römhild mit großer Unterstützung durch Hans-Werner Rademacher eine intensive handwerkliche und künstlerische Wanderschaft in ganz Europa.

Römhild wurde 1. Preisträger des international ausgeschriebenen Kalligrafie-Wettbewerbes und erweiterte seine Kenntnisse in Studiengängen bei weltweit anerkannten Künstlern.

ab 1993

Im Jahre 1993 legte Römhild die Meisterprüfung für den Bereich der Kirchenmalerei ab.

Schon im Jahre 1995 wurde Römhild nach entsprechendem Arbeitsstudium mit dem Titel Restaurator ausgezeichnet.

Nachfolgend erhielt er ein Bundesstipendium für Begabtenförderung für Venedig und Florenz, welches er dort mit dem italienischen "Mastro" abschließt.

1996

Im Jahre 1996 wurde Römhild vom Deutschen Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege in Fulda beauftrag, die angehenden Restauratoren im Handwerk in die abendländische Schrifthistorie theoretisch und praktisch zu unterweisen und bekleidete diese Aufgabe bis 2001.

ab 2001

Mit Anfang des Jahres 2001 übernahm Römhild den Fachbetrieb seines Lehrmeisters und Förderers Hans-Werner Rademacher.

Dabei zählt sein erster Auftrag, die Neuausmalung der Kath. Pfarrkirche Sankt "Johannes-Baptist" in Attendorn zu seinen bedeutendsten Arbeiten.

In Olpe wurde Römhild durch seine internationale Arbeit auf dem Gebiet der Schriftkunst durch mehrere, überregional beachtete Ausstellungen in Olpe und weit darüber hinaus bekannt.